Dr. med. Martin Breinesberger
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WILLIAM G. SUTHERLAND (1873-1954) DER SUBTILE

 

Sutherland, einem Studenten Stills, fällt bereits während seiner Ausbildung 1899 an einem anatomischen Modell in der Schule auf, dass die Verbindungen der Schädelknochen abgeschrägte Oberflächen aufweisen. Aufgrund der Ähnlichkeit dieser Strukturen mit

den Kiemen eines Fisches assoziiert er einen dahinter verborgenen unabhängigen Atmungsmechanismus. In jahrzehntelanger Forschung und zahlreichen Eigenversuchen überträgt er Stills Grundprinzipien auf die gelenkigen Verbindungen der Schädelknochen und entwickelt so das Konzept der kraniosakralen Osteopathie. Des Weiteren findet er heraus, dass man bei feinstem manuellem Erfühlen ein seltsames Phänomen wahrnehmen kann: einen vollkommen eigenständigen Rhythmus, den er primären Atemrhythmus

(PRM) oder in Anlehnung an die Bibel „Odem des Lebens“ nennt und dessen Ursprung nicht im Menschen liegt. Eine Störung dieses Rhythmus bedeutet die Grundlage aller Erkrankungen. So erweitert Sutherland Stills Konzept „substanzieller“ Läsionen um eine „energetische“ Dimension und schafft damit einen völlig neuen therapeutischen Raum.

 

Da diese Erweiterung der Osteopathie sensibelste Finger erfordert, eröffnet Sutherland der Medizin auch eine bis dato unbekannte diagnostische Dimension. Die Hand, durch Still als zentrales Instrument in die Medizin eingeführt, erlangt bei Sutherland überragende diagnostische und therapeutische Bedeutung.

 

William G. Sutherland (1873–1954)

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