Dr. med. Martin Breinesberger
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JOHN MARTIN LITTLEJOHN (1865-1947) DER GELEHRTE

 

In diese Blütezeit der Gründerjahre kommt der hoch gebildete junge schottische Universalgelehrte J. M. Littlejohn 1897 nach Kirksville, um sich von Still behandeln zu lassen. Beeindruckt vom nachhaltigen Erfolg bereits nach wenigen Sitzungen, beendet Littlejohn seine brillante akademische Karriere und verschreibt sich dem wissenschaftlichen Auf- und Ausbau der Osteopathie.

Inspiriert von Stills unabhängiger Medizinphilosophie und ausgestattet mit einer unvergleichlichen Bildung hebt Littlejohn die Osteopathie in den Folgejahren auf allerhöchstes wissenschaftliches Niveau. Er weitet zudem Stills anatomisches Konzept in die biologischphysiologische Ebene aus und führt außerdem die Psycho-Pathologie ein. Läsionen konnten nun nicht nur im Bewegungsapparat, sondern auf allen Ebenen die vital force des Menschen negativ beeinflussen. Im Zuge dieser Erweiterung erarbeitet er völlig neuartige biomechanische Modelle, mittels derer die Gesundheit und Krankheitsprozesse im menschlichen Organismus stichhaltig erklärt und beeinflusst

werden konnten. Bereits 1898 stellt Littlejohn die Osteopathie in England, Deutschland und Frankreich vor und nachdem sich die Osteopathie in den USA ab ca. 1910 aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus immer mehr der Schulmedizin angeglichen hatte, beschließt er 1913 nach Europa zurückzukehren. Mit der Eröffnung der British School of Osteopathy1917 in London, wird Littlejohn auch maßgeblicher Wegbereiter für die Entwicklung der Osteopathie in Europa.

Seine bis ins Feinste ausgearbeiteten Arbeiten im Bereich Physiologie und Biomechanik bilden  den theoretischen Grundstein für die wissenschaftliche Anerkennung der gesamten modernen manuellen Medizin.

 

 

John Martin Littlejohn  (1865–1947)

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