Dr. med. Martin Breinesberger
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GESCHICHTE

 

Schon die alten Ägypter haben Hypnose, besser gesagt den Hypnoseschlaf für die Heilung angewandt. Während eines 9 Tage dauernden Schlafes erschien die Göttin Isis, die den Kranken Tipps zur Gesundung gab.
Ebenso findet sich in anderen Kulturen, im Schamanentum, bei den Medizinmännern, hypnotische Trance als Weg zur Heilung.
Im Mittelalter praktizierte der Arzt Paracelsus. Er war der festen Überzeugung, dass der "innere Arzt" das Beste sei und empfahl die Behandlung durch Hypnose bei Nervenkrankheiten. So beschrieb er Mönche, die in ihrem Kloster mit Hilfe einer Kristallkugel in Trance gerieten. In der Folge wurden Suggestionen ausgesprochen, die zur Heilung führten.
In der Zeit des Exorzismus (18. Jahrhundert) litt der Landpfarrer Johann Joseph Gassner unter fürchterlichen Kopfschmerzen und Schwindel. Da er glaubte, dass der Teufel dahinter steckte, wendete er katholische Exorzismus-Rituale (die hypnotische Trance erzeugten) erfolgreich bei sich und anderen an.
Franz Anton Messmer, ein Arzt, der in Wien und Paris im 18. Jahrhundert praktizierte, beschäftigte sich mit dem "animalischen Magnetismus". Durch seine nach ihm benannten Körperstriche erzeugte er einen hypnotischen Zustand, der für seine berühmten Heilerfolge verantwortlich war.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte ein Umdenken ein. Die Idee der "äußeren Kraft des Hypnotiseurs" verlagerte sich zur Idee der "inneren Kraft des Patienten". Dabei war der schottische Arzt James Braid einer der ersten, der den "magnetischen" Schlaf mit inneren Prozessen erklärte. Er erklärte die Hypnose als "Konzentration der Aufmerksamkeit und Erhöhung der Einbildungskraft".
Die Hypnose nahm seinen weiteren Siegeszug im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche berühmte Ärzte wie der Neurologe Jean-Martin Charcort, Pierre Janet und Ambroise Lièbeault bewiesen mit zahlreichen Forschungen und Heilungserfolgen die Wirkung der Hypnose.
Der Apotheker Emile Couè befasste sich eingehend mit den Schriften seiner Kollegen und stellte fest, dass er die Wirkung eines Medikamentes positiv beeinflussen konnte, wenn er zum Kunden Sätze sagte wie: "Dieses Medikament wird Sie sehr schnell gesund machen." Daraus entstand die Idee, Placebo-Medikamente zu entwickeln, also pharmakologisch wertlose Mittel, die allein durch Suggestionen wirken wie: "Das ist das beste Kopfschmerzmittel der Welt."
Ja, und dann kam der Mann, der die Hypnose in einen tiefen Schlaf schickte. Mancherorts wird der als "Totengräber der Hypnose" bezeichnet: Siegmund Freud. Er war der erste, der sich intensiv mit dem Unterbewusstsein beschäftigte, allerdings die Auffassung vertrat, dass das Unterbewusstsein eine "trübe Suppe voller unterdrückter Triebe" wäre. Warum sich Freud zuletzt von der Hypnose abwandte, ist unter anderem in der Erfolglosigkeit Freuds bei seinen Hypnoseversuchen zu suchen.
Als Begründer der modernen Hypnotherapie ist der amerikanische Arzt und Psychotherapeut Milton Erickson allgemein anerkannt. Er zählt zu den erfolgreichsten Therapeuten des 20. Jahrhunderts.
Das von J.H. Schultz in Berlin entwickelte Autogene Training ist ein von der Hypnose abgeleitetes selbsthypnotisches Verfahren.

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