Dr. med. Martin Breinesberger
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WARUM ZITRUSFRÜCHTE IM WINTER KRANK MACHEN


Ich treffe immer wieder Menschen, vielfach Frauen, welche während den Wintermonaten dauernd erkältet sind, Übergewicht haben und/oder häufig frieren.


Wenn ich diese Frauen nach ihren Ernährungsgewohnheiten frage, antworten die meisten folgendermaßen: „ich möchte sehr gerne abnehmen, deshalb ernähre ich mich sehr gesund. Ich esse jeden Tag viel frisches Obst wie Orangen, Kiwis und Bananen. Außerdem nehme ich viel Yoghurt (hat ja wenig Kalorien) und mageren Käse. Da ich viel erkältet bin, schaue ich auf eine genügend hohe Vitaminzufuhr durch rohes Gemüse. Ich mache mir am Abend deshalb häufig "etwas Leichtes": einen Gemüse-Dip mit Magerquark, Salate oder Käse-Brot.

Trifft der obenerwähnte Text auch auf Dich zu? Hast Du Dich schon mal gefragt, warum es Dir trotz dieser doch so gesunden Ernährung nicht besser geht? Im Ernährungssystem der über 3000 Jahre alten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) liegt die Lösung.

Die Nahrungsmittel werden thermisch klassifiziert aufgrund ihrer energetischen Wirkung auf den Organismus. Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass Du nach dem Verzehr von Lauchrisotto, Currygeschnetzeltem oder Lammfleisch einen warmen Bauch hast? Hast Du schon einmal die wohlig-warme Wirkung eines heißen Haferbreis mit Zimt und Nüssen gespürt?

Jetzt ist Dir sicher gerade warm ums Herz und im Bauch, habe ich Recht? Vielleicht schwelgst Du in Erinnerungen an frühere Zeiten, als Deine Mutter oder Großmutter an einem Winterabend in der gemütlichen Küche einen warmen süßen Brei für Dich kochte, dazu gabs warmes Kompott, vielleicht aus selbst eingemachten Früchten.

Unsere Großmütter kochten größtenteils nach den Prinzipien der TCM. Denn früher gab es weder Erdbeeren noch Tomaten oder Gurken im Winter.

Warme Mahlzeiten nähren und stärken die Yang-Wurzel, d.h. sie führen Energie und Wärme zu.

Warum sind Südfrüchte thermisch kalt?

Der hohe Wassergehalt der Früchte weist auf einen abkühlenden Einfluss hin. In der Regel wird das Obst unreif geerntet. Das künstliche Nachreifen einer Banane mit Gas hat nichts mit dem Reifeprozess zu tun, den die Banane in der Natur an der warmen Sonne erfährt. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Wachstumsort. Eine Orange, die in der Nähe des Äquators wächst, hat einen höheren Yin-Anteil (steht für abkühlend) als eine Orange, die in Italien wächst. In heißen Ländern bieten die dort wachsenden Früchte den Menschen einen Ausgleich zur klimatischen Hitze. Wenn im kühlen Mitteleuropa dagegen die Menschen
reichlich Südfrüchte essen, dazu noch im Winter, führt dies zu innerer Kälte, Qi-Mangel und in der Folge zu einem Yang-Mangel. Dieser Zustand begünstigt das Auftreten von Erkältungskrankheiten. Also genau jenen Zustand, den man versucht zu vermeiden, indem man im Winter häufig Zitrusfrüchte wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes isst. Ob jemand eine Erkältung bekommt oder nicht, ist abhängig davon, wieviel Qi und Wärme im Körper vorhanden ist um die Kälte abzuwehren.

Möchtest Du viel Vitamin C im Winter zu Dir nehmen?
Sauerkraut, Grünkohl und Lauch enthalten ebensoviel wie Südfrüchte! 

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